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Die im unteren Kartenteil abgebildete abendländische Christenheit stand am zeitlichen ebenso wie am räumlichen Ende der Welt. Die Weltgeschichte läuft von Ost nach West. Das Paradies liegt im äußersten Osten, dann folgen die alttestamentarischen Weltreiche der Assyrer und Babylonier, der Perser und Meder, Alexander der Große, Rom. Damit befinden wir uns in der zeitgenössiche Abbilddung. Der Künstler hat einige Orte zum ersten mal kartografisch erfasst, z.B. Lüneburg, Ebstorf, aber auch das gerade erst gegründete Riga. Man kann daher die Ebstorfer Weltkarte als früheste Deutschlandkarte bezeichnen. Zum europäischen Raum sei nur vermerkt, das von 47 damaligen Bistümer 39 aufgeführt sind. Was sich natürlich aus dem Umfeld erklärt in dem die Ebstorfer Weltkarte entstanden ist: in einem Kloster und der oder die Künstler wahrscheinlich Mönche oder Nonnen waren.