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Der Grad von Bildung ist auch erkennbar in den Motiven und in den Darstellungsformen, die der aufgeklärte Geist des 21 Jh auf dem ersten Blick vermisst: Das in der Antike weltberühmte Delphi findet sich nicht auf der Ebstorfer Weltkarte. Dieser Umstand hängt damit zusammen, dass die verwendeten Quellen zu meist aus der Spätantike stammten. Zu dieser Zeit war Delphi aber unbedeutend geworden. Die Wiederentdeckung des klassischen Griechenlands musste erst den Umweg über die arabischen Staaten machen. Über die islamischen Gelehrten kam auch das Wissen des Ptolemäus erst wieder in die Wahrnehmung des europäischen MA. Daher sind die mittelalterlichen Weltkarten auch keine Weiterführung des Wissens des Ptolemäus, sondern sind eher mit den Römischen Wegekarten zu vergleichen. Die Karte waren praktisch angelegt und zeigten z.B. auch nicht den genauen Küstenverlauf. So ist auf der berühmten Peutingeriana-Karte Italien nicht als Stiefel abgebildet und genauso wenig ist es auf der Ebstorfer Weltkarte.

 

 

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