Start Kapitel 1 Kapitel 2 Kapitel 3 Kapitel 4 Kapitel 5 Kapitel 6 Kapitel 7 Kapitel 8 Kapitel 9 Kapitel 10 Kapitel 11 Kapitel 12 Kapitel 13 Kapitel 14 Kapitel 15 Kapitel 16 Kapitel 17 Kapitel 18 Kapitel 19 Kapitel 20

 

Wenden wir uns jetzt den Motiven im Einzelnen zu, um ein noch tieferes Verständnis von der mittelalterlicher Weltanschauung zu bekommen. Die Motive lassen sich verschiedenen Bereichen zu ordnen, z.B. Nebukadnezar, Alexander der Große, Tiermotive.

Auf der Ebstorfer Weltkarte findet sich etliche Wirkungsstätten Alexanders. Alexander ist der weitaus meistgenannte Name auf der Ebstorfer Weltkarte. Dieses Phänomen resultiert aus dem Alexanderroman, der sich im MA großer Beliebtheit erfreute und Alexander durch die darin beschriebenene Eroberung der Welt zu einer universalgeographischen Autorität machten. In diesem Roman werden auch viele kuriose Geschöpfe genannt, die in der Ebstorfer Weltkarte wiederzufinden sind, da der Wahrheitsanspruch des Alexanderromans von den damaligen Gelehrten nicht in Frage gestellt wurde. Stattdessen galt die Existenz dieser Geschöpfe als verbürgtes Wissen. Daher finden sie sich genauso in Enzyklopädien und naturkundliche Lexika, wie eben auch auf der Ebstorfer Weltkarte.

Im MA gab es ebenfalls eine reich entfaltete Trojadichtung Von daher finden sich auch Motive aus der gr. Antike auf der Ebstorfer Weltkarte.